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Ernteglück auf der Fensterbank.

Ernteglück auf der Fensterbank.

So wird die eigene Wohnung zur praktischen Minifarm.

Wer sagt eigentlich, dass für frische Kräuter oder knackiges Gemüse ein riesiger Garten nötig ist? Wir jedenfalls nicht. Denn auch die Fensterbank der eigenen Wohnung eignet sich ganz hervorragend für einen kleinen grünen Bereich. Und das Beste daran: Gärtnern in den eigenen vier Wänden schont den Rücken, macht kaum Schmutz und sorgt das ganze Jahr über für frische Zutaten in der Küche. Ganz zu schweigen vom verbesserten Raumklima.

Los geht’s mit dem Farmerglück.

Das Wichtigste schon mal vorab: Es braucht keine Ausbildung zum Profi-Botaniker, um Ernteerfolge zu feiern. Mit den richtigen Handgriffen verwandelt sich die Fensterbank ganz schnell in eine ertragreiche Minifarm. Neben Klassikern wie Küchenkräutern gibt es eine ganze Reihe an Pflanzen, die sich in Töpfen pudelwohl fühlen:

Tomaten

1. Kräuter für den Einstieg.
Kräuter wie Basilikum, Schnittlauch und Petersilie sind die perfekten Mitbewohner und verfeinern viele Gerichte. Sie benötigen wenig Platz und wachsen auf einer hellen Fensterbank fast von allein. Und mal ehrlich: Ein paar Blätter Basilikum dürfen doch auf keiner guten Tomatensoße fehlen. Kleiner Tipp am Rande: Basilikum sollte immer an den Triebspitzen geerntet werden, nicht nur einzelne Blätter. So verzweigt sich die Pflanze und wächst buschiger nach.

2. Naschgemüse aus dem Topf.
Heute gibt es viele Gemüse-Züchtungen die speziell für die Aufzucht im Topf gedacht sind – von Kirschtomaten bis Mini-Paprika. Der Vorteil: Die Pflanzen wachsen nicht zu hoch und liefern den ganzen Sommer über Vitamine – direkt neben dem Küchentisch. Allerdings sollte man drauf achten, ausreichend große Töpfe zu verwenden, damit die Wurzeln genug Platz haben.

3. Scharfe Schoten.
Manche mögen‘s heiß: In dem Fall sind Chilipflanzen die richtige Wahl. Die sind nicht nur pikant, sondern mit ihren bunten Früchten auch eine echte Augenweide fürs Wohnzimmer. Chilipflanzen lieben Wärme und kommen mit der trockenen Heizungsluft im Winter oft besser zurecht als andere Pflanzen. Eine sonnige Fensterbank ist für sie der ideale Standort.

4. Leckere Blütenpracht.
Kapuzinerkresse oder Stiefmütterchen lassen sich wunderbar in Kästen auf der Innenseite der Fensterbank ziehen. Was viele gar nicht wissen: Die Blüten sind nicht nur schön anzusehen, sondern schmecken auch hervorragend im Salat oder als Dekoration auf dem Quarkbrot. Kapuzinerkresse hat zudem eine angenehm pfeffrige Schärfe.

Stiefmütterchen

Knoblauch

5. Frische Radieschen.
Kaum zu glauben, aber sogar Radieschen lassen sich in Schalen oder Töpfen ziehen. Sie wachsen extrem schnell – oft kann schon nach vier Wochen geerntet werden. Da sie nicht allzu tief eingepflanzt werden müssen, genügen handelsübliche Blumenkästen.

6. Würziges Knoblauchgrün.
Ein echter Geheimtipp, den viele gar nicht auf dem Schirm haben: Wer keimende Knoblauchzehen übrig hat, steckt sie einfach in die Erde eines Topfs. Statt einer neuen Knolle kann man schon bald die grünen Triebe ernten, die wie eine würzige Mischung aus Schnittlauch und Knoblauch schmecken – ideal für Salate, Suppen oder Dips.

7. Minigrün für maxi Genuss.
Kresse, Radieschensprossen oder junger Spinat können platzsparend als Minigrün geerntet werden. Dazu lässt man sie nur ein paar Zentimeter hoch wachsen und schneidet sie dann frisch ab. Sie strotzen nur so vor Vitaminen und benötigen lediglich flache Schalen zur Aufzucht.

8. Pflücksalat im Kasten.
Warum statt ganzer Salatköpfe nicht einfach Pflücksalat wie Lollo Rosso oder Eichblattsalat ernten? Beides eignet sich hervorragend für drinnen. Geerntet werden immer nur die äußeren Blätter, während das Herz der Pflanze weiterwächst. So ist über Wochen hinweg für frisches Grün gesorgt.

Lollo-Rosso

Gute Pflege, gute Ernte.

Damit die Zimmerernte gelingt, gilt es ein paar Grundregeln zu beachten. Staunässe sollte in jedem Fall vermieden werden. Das gelingt am besten, wenn die Töpfe über ein Abflussloch und einen Untersetzer verfügen. Ein kurzer Test mit dem Finger zeigt, ob die Erde noch feucht ist. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Nährstoffversorgung: Da das Erdvolumen im Topf begrenzt ist, sind die Nährstoffe schnell aufgebraucht. Hier hilft es, in der hellen Jahrehälfte alle zwei Wochen einen Schuss Flüssigdünger ins Gießwasser zu geben. Um die Pflanzen weiterhin bei Laune zu halten, kann ein gelegentliches Abduschen oder das Besprühen mit einer feinen Sprühflasche nicht schaden. Das entfernt nicht nur den Staub von den Blättern, damit sie besser „atmen“ können, sondern beugt auch Schädlingen vor. Wer jetzt noch dran denkt, für eine gleichmäßige Sonnenbestrahlung, regelmäßig die Töpfe zu drehen, macht alles richtig für eine ertragreiche Ernte.

Gärtnern fürs Gemüt.

Pflanzen in der Wohnung schmecken nicht nur dem Gaumen, sondern auch der Seele. Es tut einfach gut, ihnen beim Wachsen und Gedeihen zuzuschauen – ein kleines Stück Natur, ganz ohne mühsames Unkrautjäten im Knien oder schwere Gartenarbeit. Gerade im Alter bietet diese Art des „Gärtnerns auf Augenhöhe“ eine wunderbare Möglichkeit, aktiv zu bleiben und sich an der eigenen Ernte zu erfreuen.

Wem dazu jetzt noch die passende Wohnung fehlt, der schaut einfach mal auf unsere aktuellen Wohnungsangebote. Da finden sich regelmäßig Wohnungen im wunderbar grünen Wilhelmshavener Stadtteil Siebethsburg. Mit etwas Glück sogar mit einem kostenlosen Stück Garten, wo dann auch nach Herzenslust gegärtnert werden darf – einfach mal bei uns nachfragen. Also, viel Spaß im grünen Bereich! 💚

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Mehr erleben im grünen Bereich

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